Tageslosung

Sonntag, 23. Juli 2017
Lasst euer großes Rühmen und Trotzen; denn der HERR ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen.
Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.

Umweltarbeit

gruener gockel schild

 2016 12 27 Urkunde Grüner Gockel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen“.  So heißt es im Psalm 24

 

Gott hat die Erde zum Wohnen für alle Geschöpfe geschaffen und den Menschen zum Treuhänder eingesetzt. Diese Überzeugung prägt unseren Glauben. Wir sollen die Erde bebauen und bewahren Verantwortung für die Schöpfung übernehmen. Die Erkenntnis, dass wir das Bewahren besser machen können, hat uns 2003 zu dem landeskirchlichen Umweltprojekt „Grüner Gockel“ geführt.

 

Mag sein, dass der jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.      Dietrich Bonhoeffer

 

Auszug vom Protokoll über die Sitzung des Kirchenvorstandes der Evang.-Luth, Kirchengemeinde Wonsees vom 05.06.2003:

Zu Top 3. Umwelt-Pilotprojekt

Herr Brinkmann bedankte sich für die Einladung und unser Interesse an diesem neuen Umweltprojekt und stellte sich zunächst als Leiter der Projektstelle des kirchlichen Umweltmanagements vor.

Anschließend stellt er das Umwelt-Pilotprojektes "Grüner Gockel" vor. Jede Gemeinde, die an dem Projekt teilnimmt bekommt einen sog. Auditor als Fachkraft und Berater an die Seite gestellt. Zu Beginn des Projektes steht eine Auftaktveranstaltung, nach der spätestens ein "Umweltteam" für die Durchführung des Projektes feststehen soll. Fünf bis sechs Personen wären ausreichend. Anschließend ist eine umfangsreiche Bestandsaufnahme über das "Umweltverhalten" in der Kirchengemeinde geplant.
Bereit erklärt für das Umweltteam haben sich bis jetzt: Frau Gerlinde Ziermann, Herr Hans Kolb, Frau Tohol, Frau Gudrun Hofmann und Pfarrer Wolfgang Sprügel evtl. könnte Herr Bill Thoursten noch gewonnen werden. Es sollte jemand aus dem Kindergartenpersonal gewonnen werden.

Nach eingehender Diskussion wurde folgender Beschluss gefasst:

Wir nehmen an dem Umwelt-Pilotprojekt teil.

 


 

Berichte im Gemeindebrief "Frühjahr 2017":

Der Grüne Gockel bleibt uns erhalten - Rezertifizierung

Unsere Gemeinde darf sich auch weiterhin über den Grünen Gockel freuen. Das Zertifikat „Grüner Gockel“ zeigt, dass wir in unserer Gemeinde systematisch, nachvollziehbar und kontinuierlich zur Entlastung der Umwelt beitragen und dazu auch Aufklärungsarbeit betreiben.

Die Rezertifizierung wurde von Dr. Frank Ziegler aus Bayreuth am 9. Dezember 2016 vorgenommen. Er ist kirchlicher Umweltauditor und -revisor der Landeskirche. Mit dabei waren Pfarrer Christian Pohl und vom Umweltteam Gerlinde Ziermann und Gottfried Langenfelder sowie Alexander Hartmann als Vertreter der Presse.

2016 12 09 Rezertifizierung Wonsees 03

Bei der Dokumentenprüfung.

 

2016 12 09 Rezertifizierung Wonsees 01

Beim Rundgang auf dem Friedhof.

 

2016 12 09 Rezertifizierung Wonsees 02

Nach bestandener Prüfung überreicht Umweltauditor Dr. Frank Ziegler die Urkunde an unsere Schöpfungsbeauftragte Gerlinde Ziermann.

 

Grüner-Gockel-Tipp: Monatliches Ablesen der Wasseruhr ist sinnvoll

In der Petruskirche München-Solln zeigte die Wasseruhr beim Ablesen Ende Dezember 2016 dem Mesner, dass der Frischwasserverbrauch im Dezember auf 45 m3 angestiegen war. Normal sind 9−12 m3 im Monat. Das deutete auf einen Wasserschaden hin. Alarm! Als tags darauf ein Techniker eintraf, spritzte bereits das Wasser aus der Wasseruhr! Er tauschte sie aus – hinterher tropfnass.

Dennoch wurde in den folgenden 15 Tagen ein Verbrauch von 9,4 m3 gemessen, dabei aber keine laufenden Wasserhähne oder WCs entdeckt. Es musste also irgendwo im Haus ein weiteres Leck geben. Eine Spezialfirma wurde mit der Suche beauftragt, die schließlich eine undichte Verbindung fand. Zum Glück wird monatlich abgelesen.

 


 

Information zum Grünen Gockel in der Umwelterklärung von 2005:

Der grüne Gockel

grüner gockelDer Grüne Gockel ist ein Umweltmanagementsystem nach der Europäischen EMAS – Verordnung (EMAS = Eco Management and Audit Scheme, früher Ökoaudit) angepasst an kirchliche Verhältnisse und Möglichkeiten.

Dieses kirchliche Umweltmanagement bietet die Chance, die bisherigen Einzelaktivitäten in der Gemeinde in ein Gesamtsystem einzufügen und dem Engagement damit Dauerhaftigkeit zu verleihen.

Der Grüne Gockel fördert ein wirkungsorientiertes Handeln mit klaren Zielen. Durch eindeutige Zuständigkeiten und geregelte Abläufe werden stetige Verbesserungen er­reicht.

Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gleichermaßen betei­ligt. Die Gemeindeglieder werden informiert und wo immer möglich einbezogen.

So wird Schöpfungsverantwortung konkret und glaubwürdig. Die Umwelt wird entlastet, Kosten werden gespart und Gemeindeaufbau betrieben.

An diesem Projekt Grüner Gockel nehmen derzeit 11 bayerische evange­lische Kirchengemeinden und Einrichtungen teil. Sogenannte Umweltauditorinnen und -auditoren werden geschult, damit auch nach Projektende die Aktivitäten weitergehen.

Die beteiligten Gemeinden und Einrichtungen er­halten durch die Landeskirche das Zertifikat „Grüner Gockel".

Das Projekt wird gefördert durch das bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen.

 


 

Auftaktveranstaltung am 5. Oktober 2003:

03 Grüner Gockel Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung fand beim Gottesdienst zum Erntedankfest am 5. Oktober 2003 statt. Das Projekt „Grüner Gockel“ wurde den Gottesdienstbesuchern näher erläutert. Es wirkten u. a. die Kindergarten- und Kindergottesdienstkinder mit und das Umweltteam führte ein Anspiel auf.

 

Unser Umweltteam....... Umweltteam 2005

.... nach seiner letzten Sitzung, am 17. Februar 2005, vor der Zertifizierung. V.l.n.r.: Umweltberater Siegfried Fuchs, Gerlinde Ziermann, Elfriede Tohol, Gudrun Hofmann, Bill Thurston und Pfr. Wolfgang Sprügel. Krankheitsbedingt fehlte Hans-Joachim Funda, sowie Hans Kolb. Viele Stunden, bei etlichen Sitzungen und Begehungen, wurden vom Team seit Mitte des Jahres 2003 für das Umweltprojekt mit Erfolg eingebracht.

 

Die Zertifizierung wurde am 25. Februar 2005 vom Umweltpfarrer der Bayerischen Landeskirche Gerhard Monninger, sowie den Umweltberatern Bernd Brinkmann und Siegfried Fuchs durchgeführt. Nachdem die Anfangsvorgaben von der Kommission als erfüllt angesehen wurden, konnte bei der anschließenden Besprechung im Gemeindehaus die Urkunde überreicht werden.

Grüner Gockel Presse

 

Beim Pfingstgottesdienst am 15.Mai 2005 ....

Überreichnung Grüner Gockel 2005

.... überreicht der Umweltbeauftragte des Kirchenkreises, Pfr. Helmut Bullemer die Tafel mit dem "Grünen Gockel".

 

Rezertifizierung 17. Oktober 2008:

Alle drei Jahre werden wir überprüft, ob wir uns noch zurecht "umweltfruendliche Gemeinde" nennen dürfen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob und wie viel wir einsparen, sondern darauf, dass wir gezielt das Umweltverhalten unserer Kirchengemeinde verbessern.

Wir können wirklich stolz darauf sein, dass wir für die nächsten drei Jahre zu den zehn (!) Kirchengemeinden gehören, die das Zeichen des "Grünen Gockels" tragen dürfen.

 Rezertifizierung 2008

Auf dem Bild: Pfr. Monninger (Umweltpfarrer), Siegfried Fuchs (Umweltbeauftragter) und unser Umweltteam.

 

Auf der Landessynode in Bad Windsheim am 31. März 2009:

Unserer Kirchengemeinde kam die Ehre zuteil, dass wir unser Umweltprojekt stellvertretend auf der Frühjahrssynode in Bad Windsheim vorstellen durften. Das, was wir seit ein paar Jahren schon tun, nämlich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unseres Lebensraumes für die nachfolgenden Generationen zu leisten, sollte auch vielen anderen Kirchengemeinden in ganz Bayern empfohlen werden. auf diese Weise wurde so ganz nebenbei, auch durch die Presseberichte im Vorfeld, unsere Kirchengemeinde auf positive Weise in ganz Bayern bekannt.

Landessynode 2009 3

Bei der Wonseeser Präsentation: Der Vizepräsident der Landessynode Heinrich Götz, der damalige Landesbischof Johannes Friedrich, Synodalin Christina Flauder und Pfr. Wolfgang Sprügel.

 

Rezertifizierung am 7. Dezember 2012:

Rezertifizierung 2012

Bei der Durchsicht der Unterlagen durch Auditor Dr. Frank Ziegler aus Bayreuth.

 



 

 Schöpfungsleitlinien der Kirchengemeinde Wonsees:

 

Präambel

„Und Gott sah an alles, was er geschaffen hatte; und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1,31)

Wir stimmen mit dem überein, was unsere Landessynode 1989 in Gunzenhausen erklärt hat: „Mit allen Christen bekennen wir Gott als den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und dennoch zerstören wir seine Schöpfung. Wir wissen vieles und tun sehr wenig. Das Gefühl der Ohnmacht wächst. Wir suchen nach Wegen aus der Gefahr. Die Zeit drängt. Der Glaube ist herausgefordert – und unser Tun. ... Wir rufen uns selbst und alle Christen auf, Unbequemes zu wagen und Einschränkungen nicht zu scheuen. Bewahrung der Schöpfung ist zum Nulltarif nicht zu haben. Sie muss uns einen hohen Preis wert sein. Das gilt nicht nur für den privaten Bereich. Das gilt ebenso für die Kirche mit ihren Gemeindehäusern, ihren diakonischen Einrichtungen und Büros, ihren Grünanlagen und landwirtschaftlichen Flächen.“

 

Global denken, vor Ort handeln

Unser Handeln soll in Verantwortung und Achtung vor unserem Lebensraum vor Ort geschehen, aber auch in Verantwortung und Achtung vor den Menschen und Lebensräumen woanders auf der Welt.

Wir wollen darauf achten, dass unser Lebensstandard nicht auf Kosten anderer geht. Er soll sich mit den Bedürfnissen von anderen Menschen, mit den Bedürfnissen von anderen Lebensräumen und mit den Bedürfnissen von künftigen Generationen vereinbaren lassen.

 

Gesunde Lebensräume erhalten und schaffen

Menschen sollen in unseren kirchlichen Gebäuden ein gesundes Raumklima vorfinden. Bei Renovierungen und Neuanschaffungen wollen wir auf umweltfreundliche Materialien achten. 

Auf kirchlichen Grundstücken wollen wir für Tiere und Pflanzen Lebensräume erhalten und schaffen, damit sie eine natürliche Artenvielfalt entwickeln können.

 

Sparen bedeutet auch Umwelt schonen

Wir wollen mit der Reduzierung von Energie-, Wasser- und Materialverbrauch einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt leisten.

Auf die Einführung von umweltschonenden und wirtschaftlich vertretbaren neuen Techniken werden wir achten.

 

Umweltbewusst Einkaufen

Beim Einkaufen stehen bei uns Umwelt- und Qualitätsbewusstsein im Mittelpunkt.

Wir kaufen nach Möglichkeit Produkte aus der Region. Dabei achten wir auf die Umweltverträglichkeit in Herstellung und Gewinnung, sowie bei Anwendung und Entsorgung.

 

Billig ist nicht immer den Preis wert

Nach Abwägung zwischen ökologischem Handeln und Wirtschaftlichkeit entscheiden wir uns nach Möglichkeit zu Gunsten der Umwelt. 

Vorbild sein

Wir machen Schöpfungsverantwortung und Umweltbelastung in der Verkündigung, in allen kirchlichen Gruppen und im Kindergarten zum Thema.

Wir möchten dadurch ökologisches Handeln nach außen tragen und versuchen, für andere Vorbild zu sein. 

 

Im Gespräch bleiben

Wir informieren regelmäßig über unsere Umweltaktivitäten. Im Ideenaustausch mit anderen werden wir unser Umweltverständnis überdenken und erweitern. Für Anregungen und Kritik sind wir offen.

 

Selbstverpflichtung

In unserer Kirchengemeinde haben wir das Ziel, unser Umweltverhalten stetig zu verbessern. Dies soll nicht auf Zufälligkeiten beruhen, sondern es soll überprüfbar sein.

 

Wir verpflichten uns, die umweltrechtlichen Vorschriften einzuhalten.

 

Beschlossen am 24.01.2013 (erstmalig am 15.07.2004)

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Wonsees

 


 

Umwelterklärungen der Kirchengemeinde Wonsees

Jeweils Herausgegeben nach der Zertifizierung im Jahr 2005 und den Rezertifizierungen in den Jahren 2008, 2012 und 2016:


 

Termine

Gottesdienst mit Abendmahl (Pfr. Städtler)
Wonsees: Laurentiuskirche Wonsees
Taufgottesdienst (Pfr. Städtler)
Wonsees: Laurentiuskirche Wonsees
Andacht "Stille mit Gott" (Pfr. Städtler)
Wonsees: Laurentiuskirche Wonsees
Andacht "Stille mit Gott" (Lektorin Ziermann)
Wonsees: Laurentiuskirche Wonsees