Grüner Gockel


 

gruener gockel schild

 2016 12 27 Urkunde Grüner Gockel

 

 

 

 

 

 

 

 „Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen“.  So heißt es im Psalm 24.

Gott hat die Erde zum Wohnen für alle Geschöpfe geschaffen und den Menschen zum Treuhänder eingesetzt. Diese Überzeugung prägt unseren Glauben. Wir sollen die Erde bebauen und bewahren Verantwortung für die Schöpfung übernehmen. Die Erkenntnis, dass wir das Bewahren besser machen können, hat uns 2003 zu dem landeskirchlichen Umweltprojekt „Grüner Gockel“ geführt.

Mag sein, dass der jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.      Dietrich Bonhoeffer

Auszug vom Protokoll über die Sitzung des Kirchenvorstandes der Evang.-Luth, Kirchengemeinde Wonsees vom 05.06.2003:

Zu Top 3. Umwelt-Pilotprojekt

Herr Brinkmann bedankte sich für die Einladung und unser Interesse an diesem neuen Umweltprojekt und stellte sich zunächst als Leiter der Projektstelle des kirchlichen Umweltmanagements vor.

Anschließend stellt er das Umwelt-Pilotprojektes "Grüner Gockel" vor. Jede Gemeinde, die an dem Projekt teilnimmt bekommt einen sog. Auditor als Fachkraft und Berater an die Seite gestellt. Zu Beginn des Projektes steht eine Auftaktveranstaltung, nach der spätestens ein "Umweltteam" für die Durchführung des Projektes feststehen soll. Fünf bis sechs Personen wären ausreichend. Anschließend ist eine umfangsreiche Bestandsaufnahme über das "Umweltverhalten" in der Kirchengemeinde geplant.
Bereit erklärt für das Umweltteam haben sich bis jetzt: Frau Gerlinde Ziermann, Herr Hans Kolb, Frau Tohol, Frau Gudrun Hofmann und Pfarrer Wolfgang Sprügel evtl. könnte Herr Bill Thoursten noch gewonnen werden. Es sollte jemand aus dem Kindergartenpersonal gewonnen werden.

Nach eingehender Diskussion wurde folgender Beschluss gefasst:

Wir nehmen an dem Umwelt-Pilotprojekt teil.


25. November 2020:

Rezertifizierung Umweltprojekt Grüner Gockel:

2020 11 25 Gockel Logo GemeindenNach 2008, 2012 und 2016 war es die 4. Rezertifizierung und wurde von Dr. Frank Ziegler aus Bayreuth durchgeführt. Er ist kirchlicher Umweltberater / Umweltauditor und Revisior der Evang. – Luth. Kirche in Bayern. Mit dabei waren Pfarrer Daniel Städtler und vom Umweltteam Gerlinde Ziermann, Christine Schubert und Gottfried Langenfelder, zum Umweltteam gehört außerdem noch Martina Hacker.

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Bericht in der „Rundschau“ zur Rezertifizierung:

Der Gockel als Lohn

Die Kirchengemeinde in Wonsees wird für ihr Umweltengagement geehrt.

Das findet man eher selten: Am Eingangstor der Markgrafenkirche St. Laurentius ziert der "Grüne Gockel" aus Glas das Portal. Und das schon seit 2005. Er ist ein sichtbares Zeichen, dass sich die evangelische Kirchengemeinde Wonsees in der Bayerischen Landeskirche für eine bessere Umwelt einsetzt.

Die Wonseeser sind da Vorreiter, denn sie gehören zu den Ersten, die einen solchen Gedanken aufgriffen und verwirklichten. "Vom Reden zum Tun" drückt es Gerlinde Ziermann aus, die zusammen mit Gottfried Langenfelder, Martina Hacker und Christine Schubert das Team bildet, das sich um die gute Sache kümmert und die Auszeichnung auf lange Sicht möglich macht.

Zu Beginn sei das Energiesparen im Blickfeld gewesen, sagte sie, "wir wechselten von Ölheizung zur Wärme durch Pellets, später wurde alles im Kirchenbereich auf LED-Beleuchtung umgestellt. Bei unseren Treffen gibt es nun Kaffee aus fairem Handel, im Friedhof haben wir Nistkästen für Vögel aufgestellt".

Jetzt soll auch der Gottesacker verstärkt in den Umweltgedanken einbezogen werden mit ungemähten Wiesenflächen, damit Insekten und Schmetterlinge bessere Nahrungsquellen finden, "in den Gemeindebriefen regen wir auch zu umweltbewussterem Handeln an". Der Lektorin der Wonseeser Kirchengemeinde ist wichtig, die Schöpfung zu erhalten, "für unsere Kinder und Enkelkinder, als Christin sehe ich da eine von Gott gewollte Aufgabe".

Alle vier Jahre kommt der Umweltberater der evangelisch-lutherischen Landeskirche in die kleine Gemeinde, um sich zu überzeugen, dass die Voraussetzungen für eine solche Auszeichnung - von der es im gesamten Freistaat nur etwa 140 gibt -, noch vorliegen.

"Ich bin sehr zufrieden über das, was ich sah, die Wonseeser sind auf dem richtigen Weg", urteilte Frank Ziegler und überreichte die neue Zertifizierung. Auch Pfarrer Daniel Städtler freute sich über den Erfolg und den engagierten Einsatz des Umweltteams, "ich unterstütze das gern".

Der "Grüne Gockel" schaut nun weiterhin stolz vom Kirchentor herab.


Berichte im Gemeindebrief "Frühjahr 2017":

Der Grüne Gockel bleibt uns erhalten - Rezertifizierung

Unsere Gemeinde darf sich auch weiterhin über den Grünen Gockel freuen. Das Zertifikat „Grüner Gockel“ zeigt, dass wir in unserer Gemeinde systematisch, nachvollziehbar und kontinuierlich zur Entlastung der Umwelt beitragen und dazu auch Aufklärungsarbeit betreiben.

Die Rezertifizierung wurde von Dr. Frank Ziegler aus Bayreuth am 9. Dezember 2016 vorgenommen. Er ist kirchlicher Umweltauditor und -revisor der Landeskirche. Mit dabei waren Pfarrer Christian Pohl und vom Umweltteam Gerlinde Ziermann und Gottfried Langenfelder sowie Alexander Hartmann als Vertreter der Presse.

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Bei der Dokumentenprüfung.

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Beim Rundgang auf dem Friedhof.

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Nach bestandener Prüfung überreicht Umweltauditor Dr. Frank Ziegler die Urkunde an unsere Schöpfungsbeauftragte Gerlinde Ziermann.


Rezertifizierung am 7. Dezember 2012:

Rezertifizierung 2012

Bei der Durchsicht der Unterlagen durch Auditor Dr. Frank Ziegler aus Bayreuth.


Auf der Landessynode in Bad Windsheim am 31. März 2009:

Unserer Kirchengemeinde kam die Ehre zuteil, dass wir unser Umweltprojekt stellvertretend auf der Frühjahrssynode in Bad Windsheim vorstellen durften. Das, was wir seit ein paar Jahren schon tun, nämlich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unseres Lebensraumes für die nachfolgenden Generationen zu leisten, sollte auch vielen anderen Kirchengemeinden in ganz Bayern empfohlen werden. auf diese Weise wurde so ganz nebenbei, auch durch die Presseberichte im Vorfeld, unsere Kirchengemeinde auf positive Weise in ganz Bayern bekannt.

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Bei der Wonseeser Präsentation: Der Vizepräsident der Landessynode Heinrich Götz, der damalige Landesbischof Johannes Friedrich, Synodalin Christina Flauder und Pfr. Wolfgang Sprügel.


Rezertifizierung 17. Oktober 2008:

Alle drei Jahre werden wir überprüft, ob wir uns noch zurecht "umweltfruendliche Gemeinde" nennen dürfen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob und wie viel wir einsparen, sondern darauf, dass wir gezielt das Umweltverhalten unserer Kirchengemeinde verbessern.

Wir können wirklich stolz darauf sein, dass wir für die nächsten drei Jahre zu den zehn (!) Kirchengemeinden gehören, die das Zeichen des "Grünen Gockels" tragen dürfen.

Rezertifizierung 2008

Auf dem Bild: Pfr. Monninger (Umweltpfarrer), Siegfried Fuchs (Umweltbeauftragter) und unser Umweltteam.


Überreichung der Glastafel "Grüner Gockel"

Beim Pfingstgottesdienst am 15.Mai 2005 ....

Überreichnung Grüner Gockel 2005

.... überreicht der Umweltbeauftragte des Kirchenkreises, Pfr. Helmut Bullemer die Tafel mit dem "Grünen Gockel".


Die erste Zertifizierung

Die Zertifizierung wurde am 25. Februar 2005 vom Umweltpfarrer der Bayerischen Landeskirche Gerhard Monninger, sowie den Umweltberatern Bernd Brinkmann und Siegfried Fuchs durchgeführt. Nachdem die Anfangsvorgaben von der Kommission als erfüllt angesehen wurden, konnte bei der anschließenden Besprechung im Gemeindehaus die Urkunde überreicht werden.

Gruener Gockel Presse


Information zum Grünen Gockel in der Umwelterklärung von 2005:

Der grüne Gockel

gruener gockelDer Grüne Gockel ist ein Umweltmanagementsystem nach der Europäischen EMAS – Verordnung (EMAS = Eco Management and Audit Scheme, früher Ökoaudit) angepasst an kirchliche Verhältnisse und Möglichkeiten.

Dieses kirchliche Umweltmanagement bietet die Chance, die bisherigen Einzelaktivitäten in der Gemeinde in ein Gesamtsystem einzufügen und dem Engagement damit Dauerhaftigkeit zu verleihen.

Der Grüne Gockel fördert ein wirkungsorientiertes Handeln mit klaren Zielen. Durch eindeutige Zuständigkeiten und geregelte Abläufe werden stetige Verbesserungen er­reicht.

Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gleichermaßen betei­ligt. Die Gemeindeglieder werden informiert und wo immer möglich einbezogen.

So wird Schöpfungsverantwortung konkret und glaubwürdig. Die Umwelt wird entlastet, Kosten werden gespart und Gemeindeaufbau betrieben.

An diesem Projekt Grüner Gockel nehmen derzeit 11 bayerische evange­lische Kirchengemeinden und Einrichtungen teil. Sogenannte Umweltauditorinnen und -auditoren werden geschult, damit auch nach Projektende die Aktivitäten weitergehen.

Die beteiligten Gemeinden und Einrichtungen er­halten durch die Landeskirche das Zertifikat „Grüner Gockel".

Das Projekt wird gefördert durch das bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen.


Unser Umweltteam....... 

Umweltteam 2005

.... nach seiner letzten Sitzung, am 17. Februar 2005, vor der Zertifizierung. V.l.n.r.: Umweltberater Siegfried Fuchs, Gerlinde Ziermann, Elfriede Tohol, Gudrun Hofmann, Bill Thurston und Pfr. Wolfgang Sprügel. Krankheitsbedingt fehlte Hans-Joachim Funda, sowie Hans Kolb. Viele Stunden, bei etlichen Sitzungen und Begehungen, wurden vom Team seit Mitte des Jahres 2003 für das Umweltprojekt mit Erfolg eingebracht.


Auftaktveranstaltung am 5. Oktober 2003:

Die Auftaktveranstaltung fand beim Gottesdienst zum Erntedankfest am 5. Oktober 2003 statt. Das Projekt „Grüner Gockel“ wurde den Gottesdienstbesuchern näher erläutert. Es wirkten u. a. die Kindergarten- und Kindergottesdienstkinder mit und das Umweltteam führte ein Anspiel auf.


 Schöpfungsleitlinien der Kirchengemeinde Wonsees:

Präambel

„Und Gott sah an alles, was er geschaffen hatte; und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1,31)

Wir stimmen mit dem überein, was unsere Landessynode 1989 in Gunzenhausen erklärt hat: „Mit allen Christen bekennen wir Gott als den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und dennoch zerstören wir seine Schöpfung. Wir wissen vieles und tun sehr wenig. Das Gefühl der Ohnmacht wächst. Wir suchen nach Wegen aus der Gefahr. Die Zeit drängt. Der Glaube ist herausgefordert – und unser Tun. ... Wir rufen uns selbst und alle Christen auf, Unbequemes zu wagen und Einschränkungen nicht zu scheuen. Bewahrung der Schöpfung ist zum Nulltarif nicht zu haben. Sie muss uns einen hohen Preis wert sein. Das gilt nicht nur für den privaten Bereich. Das gilt ebenso für die Kirche mit ihren Gemeindehäusern, ihren diakonischen Einrichtungen und Büros, ihren Grünanlagen und landwirtschaftlichen Flächen.“

Global denken, vor Ort handeln

Unser Handeln soll in Verantwortung und Achtung vor unserem Lebensraum vor Ort geschehen, aber auch in Verantwortung und Achtung vor den Menschen und Lebensräumen woanders auf der Welt.

Wir wollen darauf achten, dass unser Lebensstandard nicht auf Kosten anderer geht. Er soll sich mit den Bedürfnissen von anderen Menschen, mit den Bedürfnissen von anderen Lebensräumen und mit den Bedürfnissen von künftigen Generationen vereinbaren lassen.

Gesunde Lebensräume erhalten und schaffen

Menschen sollen in unseren kirchlichen Gebäuden ein gesundes Raumklima vorfinden. Bei Renovierungen und Neuanschaffungen wollen wir auf umweltfreundliche Materialien achten. 

Auf kirchlichen Grundstücken wollen wir für Tiere und Pflanzen Lebensräume erhalten und schaffen, damit sie eine natürliche Artenvielfalt entwickeln können.

Sparen bedeutet auch Umwelt schonen

Wir wollen mit der Reduzierung von Energie-, Wasser- und Materialverbrauch einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt leisten.

Auf die Einführung von umweltschonenden und wirtschaftlich vertretbaren neuen Techniken werden wir achten.

Umweltbewusst Einkaufen

Beim Einkaufen stehen bei uns Umwelt- und Qualitätsbewusstsein im Mittelpunkt.

Wir kaufen nach Möglichkeit Produkte aus der Region. Dabei achten wir auf die Umweltverträglichkeit in Herstellung und Gewinnung, sowie bei Anwendung und Entsorgung.

Billig ist nicht immer den Preis wert

Nach Abwägung zwischen ökologischem Handeln und Wirtschaftlichkeit entscheiden wir uns nach Möglichkeit zu Gunsten der Umwelt. 

Vorbild sein

Wir machen Schöpfungsverantwortung und Umweltbelastung in der Verkündigung, in allen kirchlichen Gruppen und im Kindergarten zum Thema.

Wir möchten dadurch ökologisches Handeln nach außen tragen und versuchen, für andere Vorbild zu sein.

Im Gespräch bleiben

Wir informieren regelmäßig über unsere Umweltaktivitäten. Im Ideenaustausch mit anderen werden wir unser Umweltverständnis überdenken und erweitern. Für Anregungen und Kritik sind wir offen.

Selbstverpflichtung

In unserer Kirchengemeinde haben wir das Ziel, unser Umweltverhalten stetig zu verbessern. Dies soll nicht auf Zufälligkeiten beruhen, sondern es soll überprüfbar sein.

Wir verpflichten uns, die umweltrechtlichen Vorschriften einzuhalten.

 

Beschlossen am 24.01.2013 (erstmalig am 15.07.2004)

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Wonsees


Umwelterklärungen der Kirchengemeinde Wonsees

Jeweils Herausgegeben nach der Zertifizierung im Jahr 2005 und den Rezertifizierungen in den Jahren 2008, 2012, 2016 und 2020:


Termine


Gottesdienst zum 3. Advent

Wonsees:
St.-Laurentius-Kirche Wonsees

Gottesdienst zum 4. Advent

Wonsees:
St.-Laurentius-Kirche Wonsees

Andacht an Heilig Abend in Schirradorf auf dem Dorfplatz

Wonsees, Ortsteil Schirradorf:
Dorfplatz, Schirradorf

Andacht an Heilig Abend

Wonsees:
Am Gemeindezentrum

Tageslosung

Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.
Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.

Predigt online

Basiswissen Beten - Teil 1
Predigt vom 9. Mai 2021 über das Gebet in der St.-Laurentius-Kirche in Wonsees.

➤ weitere Predigten

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